Marc Mayer | 25.02.2026
Kaum eine Sorte prägt das griechische Olivenöl so sehr wie die Koroneiki-Olive. Sie ist klein, aromatisch, reich an Polyphenolen und gilt unter Kennern als eine der aromatischsten Sorten überhaupt. Viele bezeichnen Koroneiki-Olivenöl deshalb als eines der besten Olivenöle Griechenlands. Wir zeigen Ihnen, was Koroneiki-Olivenöl so besonders macht.
Koroneiki Oliven gehören zu den besten Olivensorten weltweit. Sie stammen hauptsächlich aus Griechenland und ihr Öl ist besonders aromatisch. Es zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
Sortenreines Koroneiki-Olivenöl besitzt ein fruchtiges, ausgewogenes Aromaprofil und ist von Natur aus reich an Polyphenolen. Seine Farbe variiert von leicht grünlich bis goldgelb.
Typische Eigenschaften sind:
Die Koroneiki-Olive gilt als besonders aromatisch und reich an natürlichen Inhaltsstoffen. Aus unseren Hainen in Koroni entsteht daraus unser koroneiki-olivenöl, das durch frühe Ernte und schonende Verarbeitung sein charakteristisches Aroma entwickelt.
Erntefrisches Olivenöl 0,75 Ltr.
Das Aroma hängt stark vom Erntezeitpunkt, der Olivenölherstellung und dem Standort der Bäume ab. Je nach Reifegrad verändern sich Intensität, Fruchtigkeit und Schärfe deutlich.
Frühe Ernte (Early Harvest): Öle aus noch grünen Oliven zeigen Aromen von frisch geschnittenem Gras, Kräutern und grüner Banane. Sie schmecken intensiver, bitterer und deutlich schärfer und eignen sich besonders für Gerichte, bei denen der Olivengeschmack im Mittelpunkt steht. Diese Öle sind ideal für den kalten Genuss und sollten nicht erhitzt werden.
Späte Ernte: Reifere, dunkelviolette bis schwarze Oliven ergeben ein milderes Öl mit sanfter Fruchtigkeit, weniger Bitterkeit und Schärfe. Diese Öle passen gut zu warmen Speisen und sind auch zum Kochen geeignet.
Koroneiki-Olivenöl ist reich an Ölsäure, der wichtigsten einfach ungesättigten Fettsäure im Olivenöl. Zusammen mit seinem natürlichen Polyphenolgehalt gehört es zu den wertvollen Bestandteilen der mediterranen Ernährung.
| Fettsäure | Anteil |
|---|---|
| Palmitinsäure C16:0 | ca. 11,5 Prozent |
| Palmitoleinsäure C16:1 | ca. 0,8 Prozent |
| Stearinsäure C18:0 | ca. 2,5-2,7 Prozent |
| Ölsäure C18:1 | ca. 75-77 Prozent |
| Linolsäure C18:2 | ca. 6-7 Prozent |
| Linolensäure C18:3 | unter 1 Prozent |
Für Olivenöle mit ausreichendem Polyphenolgehalt ist ein Hinweis der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA zugelassen. Olivenöl-Polyphenole können dazu beitragen, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen (2), wenn täglich mindestens fünf Milligramm Hydroxytyrosol und verwandte Verbindungen aufgenommen werden.
Dieser Hinweis bezieht sich ausschließlich auf die antioxidative Schutzwirkung. Andere gesundheitliche Vorteile wie die Verbesserung der Blutfettwerte gelten wissenschaftlich noch nicht als eindeutig belegt (3).
Die Koroneiki-Olive stammt ursprünglich aus Koroni in Messenien, worauf auch ihr Name hindeutet. Heute macht diese Olivensorte rund 60 Prozent aller griechischen Olivenbäume aus und ist damit die wichtigste Ölsorte des Landes. Kreta besitzt mit über 30 Millionen Olivenbäumen die größte Dichte, davon sind etwa 85 Prozent Koroneiki Oliven.
Wichtige Anbaugebiete in Griechenland:
Weitere weltweite Anbaugebiete:
Auch außerhalb Griechenlands wird Koroneiki angebaut, etwa in Albanien, Australien, Brasilien, Chile, China, Zypern, Ägypten, Frankreich, Israel, Italien, Mexiko, Neuseeland, Portugal, Saudi-Arabien, Spanien, Tunesien, USA, Uruguay.
Der Koroneiki-Baum ist perfekt an das Klima des Peloponnes angepasst. Er gilt als widerstandsfähig und kommt gut mit längerer Trockenheit zurecht. Erste Erträge liefert er nach sieben bis zehn Jahren, trägt dann aber über viele Jahrzehnte zuverlässig. Die Blüte beginnt im März oder April und wird überwiegend durch den Wind bestäubt.
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Namen | Olea europaea "Koroneiki" |
| Herkunft | Griechenland, Region Koroni |
| Verwendung | überwiegend für Olivenöl |
| Blütezeit | März bis April |
| Bestäubung | Windbestäubung |
| Fruchtgröße | 12-15 Millimeter |
| Fruchtgewicht | 1,2-2,0 Gramm |
| Erntezeit | September - Februar |
| Ölausbeute frühe Ernte | etwa 10-15 Prozent |
| Ölausbeute späte Ernte | etwa 20-25 Prozent |
| Besonderheiten | hoher Polyphenolgehalt, gute Stabilität |
Koroneiki-Oliven sind klein, aber sehr ölreich. Ein traditionell bewirtschafteter Baum trägt im Durchschnitt 50 bis 100 Kilogramm Oliven pro Jahr, was je nach Erntezeitpunkt zwischen 7 und 25 Litern Olivenöl entspricht. In intensiveren Kulturen können pro Hektar auch höhere Ölmengen erzielt werden.
Einflussfaktoren auf den Ertrag sind:
Kalamata und Koroneiki sind zwei verschiedene Olivensorten. Während Kalamata-Oliven hauptsächlich als eingelegte Tafeloliven gegessen werden, dienen Koroneiki-Oliven vor allem zur Ölherstellung.
Kalamata-Oliven heißen auch Kalamon-Oliven. Den Namen „Kalamata Olive“ dürfen nur Früchte aus der Region Kalamata in Messenien tragen. Es handelt sich um große Tafeloliven mit mildem, leicht süßlichem Geschmack und niedrigem Ölgehalt.
Sie werden eingelegt und direkt verzehrt. Die Oliven werden nicht zur Ölherstellung verwendet. Die Koroneiki hingegen ist klein, ölreich und wird ausschließlich zur Herstellung von Olivenöl verwendet
Ein hochwertiges Olivenöl erkennen kann man vor allem an Geruch und Geschmack. Typisch sind ein Duft nach frischem Gras, grünen Früchten oder Kräutern, eine harmonische Bitterkeit und eine leichte, angenehme Schärfe. Fehlaromen wie Muff, Ranzigkeit oder Essigstich dürfen nicht vorkommen.
Beim Kauf lohnt sich der Blick auf Herkunft, Erntejahr und Hinweise wie „nativ extra“ oder „Monovarietal“. Sortenreine Koroneiki-Öle aus klar benannten Regionen oder einzelnen Erzeugern bieten meist die beste Qualität. Dunkle Flaschen oder Metallbehälter schützen das Öl.
Damit Geschmack und Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte das Öl kühl, dunkel und verschlossen gelagert werden. Eine Temperatur zwischen 14 und 18 Grad Celsius ist ideal. Licht, Wärme und Sauerstoff beschleunigen den Abbau von Aromen und Polyphenolen.
Ungeöffnet hält Koroneiki-Olivenöl etwa 18 bis 24 Monate. Nach dem Öffnen sollte es innerhalb von drei bis sechs Monaten verbraucht werden. Eine Eintrübung bei niedrigen Temperaturen ist normal und verschwindet bei Raumtemperatur.
Koroneiki-Olivenöl ist ein vielseitiger Begleiter in der kalten und warmen Küche. In ungekochten Speisen kommt sein Aroma besonders gut zur Geltung. Es passt zu Salaten, Vorspeisen, gegartem Gemüse und zu einfachem Brot. Auch fertigen Gerichten verleiht ein letzter Tropfen eine feine aromatische Note.
Beim Kochen mit Olivenöl zeigt es ebenfalls seine Stärken. Es harmoniert mit Pasta, Reisgerichten, gedünstetem Gemüse, Fisch und Meeresfrüchten. Beim Backen kann es einen Teil der üblichen Fette ersetzen und sorgt für saftigere Kuchen. Der Rauchpunkt liegt, je nach Verarbeitung, bei etwa 180 bis 200 Grad Celsius. Damit eignet es sich gut zum schonenden Braten bei mittlerer Hitze. Für sehr hohe Temperaturen empfiehlt sich ein hitzestabileres Öl.
(2) Gkasdrogka, M., Tekos, F., Skaperda, Z., Vardakas, P., & Kouretas, D. (2025). Evaluation of the Antioxidant Properties and Bioactivity of Koroneiki and Athinolia Olive Varieties Using In Vitro Cell-Free and Cell-Based Assays. International Journal of Molecular Sciences, 26(2), 743. https://doi.org/10.3390/ijms26020743.
(3) EFSA NDA Panel (EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food allergens), Turck, D., Bohn, T., Cámara, M., Castenmiller, J., de Henauw, S., Hirsch-Ernst, K.-I., Jos, A., Maciuk, A., Mangelsdorf, I., McNulty, B., Naska, A., Pentieva, K., Thies, F., Drenjančević, I., Craciun, I., Fiolet, T., & Siani, A. (2025). Phenolic compounds naturally present in olive oil and lowering of blood LDL-cholesterol and systolic blood pressure, therefore reducing the risk of coronary heart disease: Evaluation of a health claim pursuant to Article 14 of Regulation (EC) No 1924/2006. EFSA Journal, 23(5), e9470. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2025.9470.
Unser Tipp: Wer die typische Koroneiki-Olive kennenlernen möchte, findet bei uns Olivenöl direkt vom Erzeuger aus Koroni. Von Hand geerntet und am Erntetag verarbeitet.
Viele Verbraucher schätzen Koroneiki-Öle wegen ihres Aromas und ihres vergleichsweise hohen Polyphenolgehalts. In internationalen Olivenölwettbewerben schneiden gut produzierte Koroneiki-Öle regelmäßig sehr positiv ab.