Kostenloser Versand ab 50 €

Ungefiltertes Olivenöl oder gefiltert?

Marc Mayer Olivenbauer auf dem Peloponnes Griechenland Marc Mayer | 20.05.2026

Manche Menschen empfinden ungefiltertes Olivenöl als geschmackvoller, andere vermuten einen Qualitätsmangel, wenn sie Sedimente am Flaschenboden entdecken. Erfahren Sie hier, welche Filtermethoden es gibt und welche Auswirkungen die Filtrierung auf Qualität, Rauchpunkt und die Haltbarkeit von nativem Olivenöl extra hat.

Oliventresteröl schädlich oder gesund?
Was schmeckt besser - ein ungefiltertes Olivenöl oder ein gefiltertes?

Die Olivenölherstellung

Zur Olivenölherstellung werden die Oliven gewaschen und zu einem Olivenbrei zerkleinert. Anschließend wird der Olivenbrei gepresst oder mittels einer Zentrifuge geschleudert.

Was übrig bleibt, ist ein ungefiltertes bzw. naturtrübes Olivenöl. Die kleinen herumschwimmenden Teilchen enthalten Olivenstücke, Wasser und Enzyme und lassen das Öl trüb erscheinen.

In unserem Ratgeber erfahren Sie alles über die Olivenölherstellung

Ungefiltertes Olivenöl, trübes Olivenöl

Bei ungefilterten Ölen handelt es sich um sehr frische Olivenöle, also Öle, welche frisch kaltgepresst oder kaltextrahiert wurden. Hier kann der Verbraucher sicher sein, dass das Öl frisch ist und garantiert von der letzten Ernte stammt.

Zudem ist das Öl reich an Polyphenolen und gesunder Inhaltsstoffe. Das Öl hat meist einen kräftigen Geschmack mit einer gewissen Bitterkeit und Schärfe.

Das ungefilterte Olivenöl kann prima für Salate, Gemüse und kalte Speisen verwendet werden.

Folgende Dinge sollten Sie bei ungefilterten Olivenölen beachten:

  • Mit der Zeit setzen sich kleine Schwebstoffe, welche sich noch im Öl befinden, am Flaschenboden ab. Dies ist nicht schädlich, sondern ein ganz natürlicher Prozess.
  • Die Haltbarkeit von naturtrüben Olivenölen beträgt etwa ein Jahr, deshalb sollten sie schnellstmöglich verbraucht werden.
  • Der Rauchpunkt liegt in etwa bei 130 °Celsius, wodurch das Öl nicht unbedingt zum Braten verwendet werden sollte.
  • Kann man ungefiltertes Olivenöl zum Braten verwenden? Naturtrübes Olivenöl eignet sich besonders gut für Salate, Gemüse und kalte Speisen. Viele Verbraucher verwenden zum Braten daher lieber ein klares natives Olivenöl extra. Zudem kann ungefiltertes Olivenöl wegen des natürlichen Restwassers beim Erhitzen in der Pfanne etwas stärker spritzen.

Ungefiltertes Olivenöl, klares Olivenöl

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das naturtrübe Olivenöl zu filtern, indem man es für eine gewisse Zeit ruhen lässt, bis sich auf natürliche Weise die Schwebstoffe am Boden abgesetzt haben. Im Allgemeinen wird dazu das frische Öl in große Edelstahlbehälter abgefüllt und luftdicht verschlossen.

Bestenfalls stehen die Behälter in temperierten Hallen mit konstanten Temperaturen.

Das Öl ruht nun für etwa 3 bis 4 Monate, der Zeitraum ist allerdings von der Temperatur und der Olivensorte abhängig. Bei der natürlichen Filterung bleiben alle gesunden Bestandteile wie Polyphenole im hohen Maße erhalten.

Nach der natürlichen Filterung hat das Öl das gleiche Aussehen wie ein gefiltertes Öl.

Einziger Nachteil dieser Methode ist die Zeit, die abgewartet werden muss, bis das Öl abgefüllt werden kann. Großproduzenten haben meist die Zeit nicht und müssen ihr Öl auf irgendeine Weise filtern, um es schnell auf den Markt zu bringen.

Das Olivenöl besitzt einen Rauchpunkt von etwa 180 °Celsius und ist für jede Nutzung in der kalten und warmen Küche geeignet. Ungefiltertes Olivenöl kann zum Braten, Kochen und Backen verwendet werden.

Gefiltertes Olivenöl, klares Öl

Bevor das frische Olivenöl mechanisch gefiltert wird, ruht es meist für ein paar Tage in großen Edelstahltanks, um die gröberen Schwebstoffe absetzen zu lassen. Das Filtern dient einer verlängerten Haltbarkeit, indem Schwebstoffe und Feuchtigkeit entfernt werden. Bei dieser Art von Filterung kommen Baumwoll-, Papier-, oder Zellulosefilter zum Einsatz.

Chemisch gefilterte Olivenöle

Eine weitere Möglichkeit bietet die chemische Filterung von Olivenölen. Diese Methode verlängert die Haltbarkeit und zögert die unangenehme Geschmacksentwicklung hinaus. Bei dieser Filtermethode wird der Charakter der Olivensorte zerstört. Chemisch gefilterte Olivenöle schmecken daher alle mehr oder weniger gleich.

Wie machen wir das bei Taste of Koroni Olivenöl?

Wir filtern unser Olivenöl nicht. Wir denken, dass die verbleibenden Fruchtpartikel – ähnlich wie dem Fruchtfleisch beim Apfelsaft – den Geschmack und das Aroma deutlich verstärken und verbessern.

Unser frisches Olivenöl füllen wir in große Edelstahltanks, wo sich dann die Schwebestoffe in 2 bis 3 Monaten mit Hilfe von Mutter Natur und der Schwerkraft auf natürliche Weise absetzen. Dabei wird das Öl jeden Monat in saubere Edelstahlbehälter umgefüllt, um so den Bodensatz zu entfernen.

Die Abfüllung erfolgt in der Regel Anfang Februar, so dass unser neues Olivenöl nativ extra bis Mitte Februar in unserem Shop erhältlich ist. Nach dem natürlichen Absetzen der Schwebstoffe ist das klare Olivenöl für die kalte und warme Küche geeignet und kann zum Braten, Kochen und Backen verwendet werden.

Fazit: Was schmeckt besser – ungefiltertes oder gefiltertes Olivenöl? Manche Menschen sagen, dass das Filtern nur wenig Einfluss auf den Geschmack hat. Andere sind überzeugt, dass die verbleibenden Fruchtpartikel einem naturtrüben Olivenöl ein besonders intensives Aroma verleihen.

Ob naturtrübes oder gefiltertes Olivenöl besser schmeckt, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Entscheidend sind vor allem die Qualität der Oliven, eine schonende Verarbeitung und die Frische des Öls.

Koroneiki-Olivenöl direkt vom Erzeuger

Taste of Koroni Korneiki Olivenöl nativ extra Frühabfüllung 0,5 Ltr.

Ungefiltertes Olivenöl 0,5 Ltr.

  • Natives Olivenöl extra aus Koroneiki Oliven
  • Innerhalb von 8 Stunden nach der Ernte kaltextrahiert
  • Fruchtig, harmonisch, leicht pikant
  • Limitierte Jahresmenge
Olivenöl Frühabfüllung entdecken
Gutes Olivenöl kaufen: 9 Tipps gegen Fehlkäufe

29.05.2026  |  Marc Mayer

Die Bezeichnung „Nativ Extra“ garantiert keine Frische. Entscheidend für die Qualität ist das Erntedatum statt des Mindesthaltbarkeitsdatums. Erfahren Sie, warum sortenreine Olivenöle gegenüber Mischungen meist die bessere Wahl sind.

Warum schmeckt Olivenöl bitter?

18.05.2026  |  Marc Mayer

Bitterkeit ist ein Qualitätsmerkmal für hohen Polyphenolgehalt. Sie entsteht durch frühe Ernte und schonende Herstellung. Da Olivenöl diese Antioxidantien mit der Zeit abbaut, ist die Bitternote der einzig echte Beweis für die Frische.

Olivenöl Kalorien & Nährwerte

21.02.2026  |  Marc Mayer

Olivenöl hat etwa 824 kcal oder 3389 kJ je 100 ml. Warum es trotzdem so gesund ist und nicht dick macht, verrät Ihnen dieser Artikel!