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Olivenöl für die Haut: gut oder schlecht?

Marc Mayer Olivenbauer auf dem Peloponnes Griechenland Marc Mayer | 27.05.2026

Olivenöl gilt als beliebtes Hausmittel bei trockener Haut. Während manche Hauttypen davon profitieren, reagieren andere empfindlich auf das reichhaltige Öl. Wann Olivenöl sinnvoll sein kann, worauf empfindliche Haut achten sollte und für wen das Hausmittel eher ungeeignet ist:

Olivenöl für die Haut und Nägel - Reichhaltige Gesichtspflege
Olivenöl wird besonders bei trockenen oder rauen Hautstellen gerne als natürliche Pflege verwendet.

Das wichtigste in Kürze: Passt Olivenöl zu Ihrer Haut?

  • Trockene & reife Haut: Oft gut geeignet, da Olivenöl die Haut geschmeidiger wirken lässt und die Hautpflege sinnvoll ergänzen kann.
  • Empfindliche Haut & Neurodermitis: Vorsichtig testen. Manche Hauttypen reagieren beruhigt, andere empfindlich auf die enthaltene Oleinsäure.
  • Fettige & unreine Haut: Eher ungeeignet. Manche Hauttypen reagieren auf das reichhaltige Öl schneller mit Pickeln oder Unreinheiten.

Vorteile & Risiken von Olivenöl für die Haut

Ist Olivenöl gut für die Haut?

Besonders trockene oder raue Hautstellen fühlen sich nach dem Auftragen oft weicher und weniger gespannt an. Viele verwenden Olivenöl deshalb als natürliche Ergänzung zur täglichen Pflege.

Die enthaltenen Fettsäuren, Antioxidantien und Pflanzenstoffe wie Vitamin E oder Polyphenole können die Haut zusätzlich vor trockener Luft und äußeren Umwelteinflüssen schützen.

Mehr über die Inhaltsstoffe erfahren Sie im Bericht: Inhaltsstoffe von Olivenöl.

Infobox: Olivenöl spendet selbst kaum Feuchtigkeit. Es hilft vor allem dabei, vorhandene Feuchtigkeit länger in der Haut zu halten.

Kann Olivenöl die Haut austrocknen?

Ja – bei manchen Hauttypen kann Olivenöl die Hautbarriere sogar verschlechtern. Verantwortlich dafür ist unter anderem die enthaltene Oleinsäure.

Vor allem empfindliche oder unreine Haut reagiert nicht immer gut auf das Öl. Die Haut kann dadurch trockener wirken, stärker spannen oder leichter gereizt reagieren.

Dermatologische Studien zeigen außerdem, dass Olivenöl empfindliche Haut teilweise stärker belasten kann als manche anderen Pflanzenöle.

Für welche Hauttypen eignet sich Olivenöl?

Olivenöl passt vor allem zu trockener, reifer oder rauer Haut. Fettige Haut reagiert dagegen häufig empfindlicher auf das schwere Öl.

Hauttyp Eignung & Wirkung / Risiko
trockene Haut Sehr gut – Hilft, Feuchtigkeit länger in der Haut zu halten.
reife Haut Gut – Liefert pflegende Fettsäuren & Antioxidantien.
empfindliche Haut Vorsichtig testen – Oleinsäure kann irritierend wirken.
fettige Haut Eher ungeeignet – Liegt schwer auf und kann Poren belasten.
unreine Haut Oft problematisch – Unreinheiten können sich verstärken.

Besonders im Winter verwenden viele Olivenöl gezielt bei trockenen Hautstellen, weil Heizungsluft die Haut zusätzlich austrocknet.

Olivenöl fürs Gesicht – was Sie wissen sollten

Für sehr trockene Gesichtshaut kann Olivenöl eine intensive Pflegeergänzung sein. Vor allem trockene Stellen an Wangen oder Stirn fühlen sich danach oft weniger rau an.

Verstopft Olivenöl die Poren?

Bei unreiner Haut kann Olivenöl die Poren zusätzlich belasten und kleine Hautunreinheiten begünstigen. Gerade im Gesicht reagieren viele Hauttypen empfindlicher auf schwere Öle.

Kann man Olivenöl pur im Gesicht verwenden?

Ja – allerdings nur sparsam und eher punktuell. Wer zu Pickeln, Mitessern oder sehr fettiger Haut neigt, sollte Olivenöl im Gesicht lieber vorsichtig testen.

Viele Menschen empfinden Olivenöl auf leicht feuchter Haut als angenehmer und weniger schwer. Für die tägliche Gesichtspflege werden dennoch oft leichtere Öle bevorzugt.

Olivenöl bei Neurodermitis

Manche Menschen mit Neurodermitis empfinden Olivenöl als angenehm bei sehr trockenen oder spannenden Hautstellen. Die Haut fühlt sich danach oft beruhigter an und juckt teilweise weniger stark.

Empfindliche Haut reagiert allerdings nicht immer gleich gut auf Olivenöl. Gerade bei Neurodermitis kann die Hautbarriere bereits gestört sein, weshalb intensive Öle manchmal zusätzlich reizen.

Olivenöl ersetzt keine medizinische Behandlung bei Neurodermitis. Bei offenen Hautstellen oder starken Beschwerden sollte die Anwendung immer ärztlich abgeklärt werden.

Olivenöl kann bei Neurodermitis helfen
Für die Hautpflege eignet sich am besten hochwertiges, kaltgepresstes Olivenöl extra.

So wenden Sie Olivenöl richtig auf der Haut an

Olivenöl wird am besten auf leicht feuchter Haut angewendet – zum Beispiel direkt nach dem Duschen.

So funktioniert die Anwendung:

  1. Haut nach dem Duschen nur leicht abtrocknen
  2. Kleine Menge Olivenöl zwischen den Händen verteilen
  3. Sanft auf trockene Hautstellen auftragen
  4. Kurz einziehen lassen

Kann man Olivenöl über Nacht auf der Haut lassen?

Sehr trockene Hautstellen behandeln manche Menschen gelegentlich auch über Nacht mit etwas Olivenöl. Wenige Tropfen reichen dabei meist völlig aus.

Wie oft sollte man Olivenöl verwenden?

Für die meisten Hauttypen reicht eine Anwendung zwei- bis dreimal pro Woche völlig aus.

Welches Olivenöl eignet sich für die Haut?

Für die Hautpflege eignet sich am besten kaltgepresstes natives Olivenöl extra ohne zusätzliche Duft- oder Konservierungsstoffe.

Worauf es bei hochwertigem Olivenöl wirklich ankommt und warum „nativ extra“ allein noch kein Qualitätsmerkmal ist, erklären wir ausführlich im Artikel über natives Olivenöl extra.

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Die häufigsten Fehler mit Olivenöl auf der Haut

Diese Fehler passieren besonders häufig:

  • zu viel Öl verwenden
  • Anwendung auf komplett trockener Haut
  • großflächig im Gesicht auftragen
  • billige oder stark verarbeitete Öle verwenden

Dadurch fühlt sich die Haut oft unnötig schwer oder fettig an und das Öl zieht schlechter ein.

Wenn die Haut nach mehreren Anwendungen stärker spannt, gereizt wirkt oder sich Unreinheiten verstärken, passt Olivenöl wahrscheinlich nicht optimal zum eigenen Hauttyp.

DIY-Hautpflege mit Olivenöl

Wer seine Hautpflege lieber selbst macht, braucht oft nur wenige Zutaten aus der Küche. Besonders beliebt sind einfache Kombinationen mit Avocado, Honig oder Joghurt.

Maske für sehr trockene Haut

Besonders beliebt bei trockener oder rauer Haut.

Zutaten
• 1 kleine reife Avocado
• 1 TL Olivenöl

Die Avocado zerdrücken, mit dem Öl vermischen und etwa 10 Minuten auf der Haut einwirken lassen.

Tipp: Die Maske eher dünn auftragen und anschließend mit lauwarmem Wasser abnehmen.

Olivenöl & Honig

Besonders beliebt bei rauen oder trockenen Hautstellen.

Zutaten
• 1 EL Olivenöl
• 1 TL Honig

Nach etwa 10 bis 15 Minuten mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Tipp: Honig lässt sich leichter verteilen, wenn er vorher kurz leicht erwärmt wird.

Olivenöl & Joghurt

Wird häufig bei gespannter oder feuchtigkeitsarmer Haut verwendet.

Zutaten
• 1 EL Naturjoghurt
• 1 TL Olivenöl

Die Mischung dünn auftragen und kurz einwirken lassen.

Tipp: Naturjoghurt direkt aus dem Kühlschrank wirkt auf gereizter Haut oft angenehm kühlend.

Fazit – lohnt sich Olivenöl für die Haut?

Olivenöl kann die Hautpflege bei trockenen oder rauen Hautstellen sinnvoll ergänzen. Viele Menschen empfinden die Haut danach als weicher und weniger gespannt. Bei unreiner oder sehr empfindlicher Haut ist dagegen Vorsicht sinnvoll.

Entscheidend sind deshalb die richtige Menge und der passende Hauttyp. Hochwertiges Olivenöl kann eine einfache natürliche Pflegeergänzung sein – ein Wundermittel für jede Haut ist es allerdings nicht.

Häufige Fragen zu Olivenöl für die Haut

Welchen Komedogenitätsgrad hat Olivenöl?

Olivenöl gilt als mäßig komedogen und kann bei unreiner Haut Poren zusätzlich belasten.

Wie entfernt man Olivenölflecken aus Kleidung?

Frische Flecken möglichst schnell mit etwas Spülmittel vorbehandeln und anschließend normal waschen.

Kann man Olivenöl mit anderen Hautölen mischen?

Ja. Viele kombinieren Olivenöl beispielsweise mit Jojobaöl oder Mandelöl, damit sich die Pflege etwas leichter anfühlt.

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