Zum Hauptinhalt springen
Kostenloser Versand Ab 50 €
Olivenöl direkt vom Erzeuger

Unsere Olivenhaine – der Ursprung unseres nativen Olivenöls extra

Polyphenol-Analyse natives Olivenöl extra Taste of Koroni Griechenland 2025/2026 Marc Mayer | 13.03.2026

Unsere Olivenhaine liegen in Messenien auf dem Peloponnes im Süden Griechenlands, der Heimat der Koroneiki-Olive (gr. Κορωνέικη) und der Kalamata-Olive. In dritter Generation pflegen wir hier über 800 Olivenbäume auf sechs verschiedenen Hainen rund um Koroni. Vom Bodenmanagement über Schädlingskontrolle bis zur Ernte zeigen wir, wie unser naturbelassenes Olivenöl entsteht.

Taste of Koroni besitzt in Griechenland Olivenhaine und produziert griechisches Olivenöl nativ extra
Der Olivenhain Vatolaka („Tal der Büsche“) liegt etwa fünf Kilometer nordwestlich von Koroni auf einem leichten Hügel.

Unsere Olivensorten

Der Großteil unserer Haine besteht aus Koroneiki-Olivenbäumen (Olea europaea „Koroneiki“), einer der weitverbreitetsten Olivensorten Griechenlands. Die kleinen Früchte besitzen einen hohen Ölgehalt, aus dem wir unser erntefrisches Olivenöl mit mild-fruchtigem Aroma gewinnen. Viele dieser Bäume sind bereits über 80 Jahre alt, vereinzelt sogar über 120 Jahre.

Neben der Koroneiki wachsen in einigen Hainen auch Kalamon-Oliven. Diese größere, mandelförmige Sorte wird nicht zu Öl verarbeitet, sondern traditionell als Tafelolive geerntet und natürlich fermentiert.

Olivenhaine - Ammos hier produziert Taste of Koroni griechisches Olivenöl
Petrolaka“ bedeutet auf Griechisch „Tal der Steine“. Dieser Olivenhain liegt vier Kilometer westlich von Koroni auf etwa 200 Metern Höhe.

Bodenpflege und Wassermanagement in unseren Olivenhainen

Hitze und lange Trockenperioden prägen den Olivenanbau in Messenien. Da unsere Olivenhaine nicht künstlich bewässert werden, ist für uns die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens entscheidend.

Bodenpflege

Ein lebendiger, humusreicher Boden ist entscheidend für gesunde Olivenbäume. Deshalb setzen wir überwiegend auf organische Düngung mit Mist, Kompost und pflanzlichen Fermenten. Diese Materialien werden von Mikroorganismen zersetzt, fördern den Humusaufbau und verbessern so nachhaltig die Bodenqualität.

Dadurch speichert der Boden mehr Wasser und versorgt die Bäume besser mit Nährstoffen. Um das Bodenleben und die Widerstandskraft der Bäume zu stärken, verwenden wir selbst hergestellten Komposttee.

Mehr über Bodenpflege und Düngung in unserem Olivenhain

Olivenhaine, Messinia, Griechenland
Der Olivenhain Ammos („Sand“) liegt etwa acht Kilometer südwestlich von Koroni und ist von sandigen Böden geprägt.

Wassermanagement

Wir verzichten auf künstliche Bewässerung und Brunnenbohrungen, um die Grundwasserreserven der Region zu schonen. Unsere Bäume haben dadurch über Jahrzehnte ein tiefes Wurzelsystem entwickelt.

Drei Maßnahmen für eine bessere Wassernutzung:

  • Gezielter Baumschnitt: Zweimal im Jahr schneiden wir die Bäume. Dadurch wird die Blattfläche reduziert und die Verdunstung über die Blätter verringert.
  • Grünpflanzen mähen: Unter den Baumkronen mähen wir zweimal im Jahr die Grünpflanzen, damit das Wasser im Boden den Olivenbäumen zugutekommt.
  • Große Pflanzabstände: Unsere Olivenbäume stehen teilweise bis zu 10 Meter auseinander. So konkurrieren die Bäume weniger um Wasser.

Trockene Bedingungen senken den Schädlingsdruck, da die Olivenfliege feuchte Bedingungen bevorzugt. Gleichzeitig kann moderater Wasserstress den Gehalt an Polyphenolen im Öl erhöhen. Doch diese Trockenheit hat auch ihre Grenzen. In extremen Dürreperioden, wie wir sie 2025 erlebten, schrumpelten die Früchte und fielen teilweise vom Baum.

Artenvielfalt und natürlicher Pflanzenschutz

In unseren Olivenhainen verzichten wir auf chemische Pestizide. Stattdessen setzen wir auf Artenvielfalt: Viele Insekten und Tiere helfen dabei, Schädlinge im Hain auf natürliche Weise zu minimieren.

Blick über eine artenreiche Wiese mit gelben Wildblumen und saftigem Gras zwischen alten Olivenbäumen im Süden Griechenlands
Sichtbarer Erfolg: Durch Humusaufbau und organische Düngung wachsen wieder deutlich mehr Wildblumen und Kräuter im Hain – ein Zeichen für einen gesunden Boden.

Artenvielfalt

Unsere Haine sind mehr als reine Anbauflächen. Zwischen den Bäumen wachsen viele Kräuter und andere Wildpflanzen wie wilder Thymian, Throubi und verschiedene Wildblumen.

In den Randbereichen lassen wir bewusst Büsche und Sträucher stehen, die Vögeln Nistplätze bieten und anderen Tieren als Rückzugsraum dienen. So ist ein vielfältiger Lebensraum entstanden, in dem neben zahlreichen Insekten auch Tiere wie Schakale, Wildschweine oder Hasen leben.

Schädlingsschutz

Eine gläserne Kontrollfalle mit Notizzettel zur Überwachung der Olivenfliege hängt im Geäst eines Koroneiki-Olivenbaums.
Durch den Einsatz von Prüffallen und regelmäßige Kontrollen erhalten wir Informationen darüber, wie sich die Population der Olivenfliege im Hain entwickelt

Die größte Herausforderung in unseren Olivenhainen ist die Olivenfliege (Bactrocera oleae). Sie legt ihre Eier in die Olive, und die Larven ernähren sich vom Fruchtfleisch. Dadurch kann sowohl die Erntemenge als auch die Qualität des Olivenöls erheblich beeinträchtigt werden.

Deshalb beobachten wir ihre Entwicklung sehr genau. Zu Beginn der Fruchtbildung hängen wir Kontrollfallen auf, um die Aktivität der Fliegen frühzeitig zu erkennen. Chemische Pestizide setzen wir nicht ein. Stattdessen arbeiten wir mit Lockstofffallen, mineralischen Schutzmitteln wie Kaolin und einem luftigen Baumschnitt. So begrenzen wir den Befall und schützen die Qualität der Oliven.

Mehr über die wichtigsten Schädlinge im Olivenanbau und unsere Methoden erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Schädlingsschutz in unserem Hain.

Ernte und Verarbeitung der Oliven

Wir ernten in unseren Hainen in Handarbeit mit Auffangnetzen, Rechen und pneumatischen Kämmen, eine Methode die Baum und Frucht schont. Große Erntemaschinen kommen bei uns nicht zum Einsatz. Um Vögel und andere Tiere während der Olivensaison zu schützen, ernten wir ausschließlich tagsüber (Bird-Safe-Ernte).

Traditionelle Olivenernte von Hand im Süden des Peloponnes: Erntehelfer pflücken reife Koroneiki-Oliven in Griechenland für die Herstellung von hochwertigem Olivenöl.
Unsere Koroneiki-Oliven werden traditionell von Hand geerntet und noch am selben Tag zu nativem Olivenöl extra verarbeitet.

Der richtige Erntezeitpunkt

Der Reifegrad entscheidet maßgeblich über Geschmack und Inhaltsstoffe des Olivenöls:

  • Frühe Lese (ab Oktober): Für unser Olivenöl mit hohem Polyphenolgehalt ernten wir die Koroneiki-Oliven bereits im grün-gelblichen Reifestadium. Diese frühe Ernte ergibt ein besonders fruchtiges und kräftiges Öl.
  • Haupternte (ab November): Für unsere mild-fruchtigen Varianten ernten wir nach der 60/40-Regel. Hierbei sind etwa 60 % der Früchte noch grün-gelb, während 40 % bereits violett bis schwarz gefärbt sind.

Mehr über unsere Methoden im Ratgeber Olivenernte

Von der Ernte zur Ölmühle

Nach der Ernte zählt jede Stunde, um Oxidation und Gärung zu vermeiden. Um hochwertiges natives Olivenöl extra herzustellen, bringen wir die frisch geernteten Oliven noch am selben Tag zur Ölmühle. Zwischen Ernte und Verarbeitung liegen meist nur wenige Stunden. Die Verarbeitung erfolgt bei maximal 27 °C (Kaltextraktion), damit Aromen, Polyphenole und Antioxidantien möglichst gut erhalten bleiben.

Wie kaltgepresstes Olivenöl entsteht, erfahren Sie in unserem Ratgeber Olivenölherstellung