Schwarze Oliven Verarbeitung
Frisch geerntete Kalamon Oliven sind sehr bitter. Viele Verbraucher fragen sich daher: Wie werden schwarze Oliven hergestellt und entbittert? Seit Jahrtausenden werden Oliven deshalb in Salzlake eingelegt, um ihre Bitterstoffe abzubauen. Archäologische Funde zeigen, dass diese Methode bereits im antiken Griechenland bekannt war. Bis heute hat sich daran wenig geändert.
Für die etwa 10-prozentige Salzlake verwenden wir frisches Meersalz aus der Mani. Die Oliven werden in Edelstahlbehältern geschichtet und vollständig mit Lake bedeckt. Ein Gitter beschwert die Früchte, da sie in der ersten Phase der Entbitterung dazu neigen, aufzusteigen.
Die Oliven entbittern langsam über den Stil. Bitterstoffe und ein Teil der Farbstoffe werden von der Lake aufgenommen. Gleichzeitig wird die Frucht etwas größer und schwerer. Dieser Prozess kann – je nach Größe und Erntezeitpunkt – bis zu fünf Monate dauern.
Während dieser langen Reifephase entwickelt sich das typische, komplexe Aroma der Kalamon-Olive. Bitterstoffe wie Oleuropein werden abgebaut, die Frucht erhält ihre dunkelviolette Farbe und ihre charakteristische, fleischige Textur.
Parallel dazu findet eine natürliche Milchsäuregärung statt. Milchsäurebakterien wandeln Zuckerbestandteile in Milchsäure um, wodurch der pH-Wert sinkt und die Oliven auf natürliche Weise haltbar werden. Diese Fermentation ist entscheidend für Geschmack, Biss und Bekömmlichkeit.
Im Gegensatz zur industriellen Verarbeitung verzichten wir vollständig auf Laugenbehandlung, chemische Beschleuniger oder künstliches Schwärzen. Unsere Oliven reifen ausschließlich durch Zeit, Salz und Geduld. Wer mehr darüber erfahren möchte, warum schwarze Oliven künstlich gefärbt werden, findet hier die Hintergründe zur Oliven-Schwärzung.